DigIT: Digitale Souveränität medial

Abstrakte grüne Netzwerk-Grafik in Form einer Videokamera vor dunklem Hintergrund.

Fiktion

„The Circle“ – Unser Leben in nicht allzu ferner Zukunft?

Wie wäre es, wenn man die nächste Regierung nur wählen könnte, wenn man einen E-Mail-Account bei einem großen US-Konzern hat?

Wenn es überall Kameras gäbe, damit Bewegungsprofile erstellt und über eine KI ausgewertet würden, damit vermeintlich zukünftige Straftaten vorab berechnet und verhindert werden könnten? Wenn jede Bewegung getrackt und daraufhin der individuelle Krankenkassenbeitrag steigen oder fallen würde? Dieses dystopische Zukunftsbild hat Autor Dave Eggers in seinem Roman „The Circle“ gezeichnet. Wer hier an die Fortsetzung von Orwells „1984“ denkt, liegt da nicht ganz falsch. Erschienen ist „The Circle“ bereits 2013 und 2017 kam die Verfilmung mit u. a. Emma Watson und Tom Hanks in die Kinos.

  • Dave Eggers: The Circle: a novel. Alfred A. Knopf, New York 2013, ISBN 978-0-385-35139-3 (amerikanisches Englisch, 504 S.).
  • Dave Eggers: Der Circle: Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04675-5 (560 S., amerikanisches Englisch: The Circle. New York 2013. Übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann).
  • „The Circle“ (Sci-Fi Thriller, USA 2017), 110 Minuten, Regie: James Ponsoldt, bei verschiedenen Streaminganbietern verfügbar. Watson und Tom Hanks in die Kinos.
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Dokumentationen

Im Laufe der Jahre sind eine Reihe von Dokumentationen entstanden, die die unterschiedlichsten Aspekte der Thematik beleuchten. Unsere Auswahl spannt den Bogen von den Wurzeln freier Software zu den aktuellen Bedrohungen für staatliche Infrastruktur, Unternehmen und private Anwender:

1. Revolution OS

Die preisgekrönte Dokumentation aus 2001 bietet einen Blick zurück in die Anfänge der Open-Source-Bewegung. Sie erzählt, wie sich die Idee freier Software entwickelt hat und welche Konflikte dabei mit großen Softwareunternehmen entstanden sind. Die Doku beleuchtet zentrale Figuren der Bewegung und zeigt die Spannungen zwischen proprietärer Software und offenen Entwicklungsmodellen.

Video

Formate: video/youtube

Dokumentation, USA 2001, ca. 85 Minuten, Regie: J.T.S. Moore. Verfügbar als Leih- oder Kaufoption bei großen Anbietern sowie als Import-DVD.

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2. Der unsichtbare Krieg – Angriff aus dem Netz

Im Mittelpunkt der ARTE-Dokumentation stehen Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen, oft ohne sichtbare Spuren für die Öffentlichkeit. Der Film zeigt, dass digitale Souveränität heute eine Frage der nationalen Sicherheit ist. Der Film dokumentiert auch die Arbeit derer, die versuchen, die digitalen Lücken zu schließen.

Video

Formate: video/youtube

Dokumentation, Deutschland 2023, ca. 52 Minuten, Regie: Carolin Riethmüller, Sender: ARTE. Verfügbar (zeitlich begrenzt) in der ARTE-Mediathek und unter ARTEde, dem offiziellen ARTE-Kanal bei YouTube.

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3. Gefährliche Apps – im Netz der Datenhändler

Die Recherche zeigt, wie massenhaft sensible Daten über scheinbar harmlose Apps abfließen. Sie verdeutlicht das Kernproblem mangelnder digitaler Selbstbestimmung: Wer die Infrastruktur nicht kontrolliert, verliert die Hoheit über seine Daten.

Video

Formate: video/youtube

Dokumentation, Deutschland 2023, ca. 44 Minuten, Regie: Sebastian Bellwinkel / Isabell Heuser (je nach Fassung). Verfügbar (zeitlich begrenzt) in der ARD-Mediathek und im offiziellen YouTube-Kanal von ARTEde.