Geschichte

Bereits 1969 wurde das Landesamt für Elektronische Datenverarbeitung (LED) als Vorgänger des heutigen IT-Dienstleistungszentrum Berlin gegründet. Seitdem ist viel Wasser die Spree hinabgeflossen – eine spannende Historie!

Unternehmensgeschichte des ITDZ Berlin
Von der Lochkarte zur Cloud

2017

Verstärkt Frauenpower für die IT der Berliner Verwaltung: Staatssekretärin Sabine Smentek wird vom Berliner Senat als Mitglied des Verwaltungsrates des ITDZ Berlin bestellt. Gemeinsame Sache: Zum ersten Mal veranstalten die Senatsverwaltung für Inneres und Sport und das ITDZ Berlin gemeinsam den Berliner Verwaltungskongress: Über 300 Gäste informierten sich am Wissenschaftsstandort Berlin Adlershof über die Zukunft der Informations- und Kommunikationstechnik der Verwaltung.

2016

Erstmalig steht eine Frau an der Spitze des IT-Dienstleistungszentrums Berlin (ITDZ Berlin). Ines Fiedler übernimmt zum 1. Mai 2016 die alleinige Vorstandsposition. Die 52-jährige Diplom-Wissenschaftsorganisatorin hat in verschiedenen Führungspositionen in der freien Wirtschaft gearbeitet und bringt über 20-jährige Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen der IT mit.

2015

IT-Sicherheit steht im Fokus: Mit der Gründung eines Computer Emergency Response Teams (CERT), das bei der Bewältigung von Sicherheitsvorfällen hilft, und mit dem Erwerb des BSI-Zertifikats des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, investiert das ITDZ Berlin verstärkt in eine sichere Zukunft.

2013

Das ITDZ Berlin wird als einer der ersten öffentlichen IT-Landesdienstleister Deutschlands „SAP Hosting Partner“ sowie ein von SAP-zertifizierter Anbieter von Hosting Services. Weitere Auszeichnungen in diesem Jahr: Die erneute Zertifizierung als familienfreundlicher Arbeitgeber im Rahmen des audit berufundfamilie sowie die Verleihung der Urkunde „Der Blaue Engel für energiebewussten Rechenzentrumsbetrieb“ für das Data-Center des ITDZ Berlin, verliehen vom Umweltbundesamt als erste öffentlich-rechtliche Einrichtung dieser Art in Deutschland.

2012

Die einheitliche Behördenrufnummer „115” wird zur zentralen Einwahl der gesamten Berliner Verwaltung und soll alle Anrufe der Bürgerinnen und Bürger bei den Berliner Bürgerämtern bündeln. Die häufigsten Bürgeranliegen: Terminvereinbarungen sowie Informationen zu den Themen Führerschein, Personalausweis und Kfz-Zulassung.

2011

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zeichnete auf der internationalen Fachmesse CeBIT das Projekt “goBerlin” als eines von bundesweit zwölf Pilotprojekten für vertrauenswürdige Cloud Computing-Dienste aus.

2010

Das ITDZ Berlin stellt der Berliner Verwaltung künftig eine Cloud-Computing-Lösung zur Verfügung, um Speicherkapazitäten oder komplette Programme in das Data-Center des ITDZ Berlin auszulagern. Erstmals erhält das Unternehmen auch das Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ aufgrund seiner Förderung einer familienbewussten Personalpolitik.

2008

Die Berliner Polizei und das ITDZ Berlin schließen einen Vertrag über die elektronische Sicherung von hochsensiblen Daten. Das Bürgertelefon 115 sowie einige Open-Source-Lösungen für eine effektivere Verwaltung sind die Messe-Highlights des ITDZ Berlin auf der CeBIT 2008.

2007

Das ITDZ Berlin zeigt erstmalig eine Auswahl seiner Produkte und eGovernment-Dienstleistungen auf der CeBIT in Hannover – der Beginn des Lösungsangebots für eine moderne, effektive und bürgernahe Verwaltung. Für andere Leistungen erhält das ITDZ Berlin wichtige Auszeichnungen: zum Beispiel den „Best Practice Award 2007“ für sein Projekt „EduNet 2006“ sowie den „SAP Customer Competence Center (CCC)“ der SAP AG für die hohe Qualität der Anwendungen und das umfassende Know-How im Bereich SAP.

2005

Der LIT wird umfirmiert in das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) und das Berlin-Telefon geht als zentrale Vermittlung für die Verwaltung an den Start.

2004

Der LIT führt eine europaweite Ausschreibung für die Realisierung eines verwaltungsweiten Call-Center-Dienstes (Berlin-Telefon) durch und beauftragt einen Auftragnehmer mit der Umsetzung – die Geburt des heutigen Bürgertelefons 115.

2001

Ausbau der Vermittlungszentrale im Bereich Telefonie und Einrichtung eines zentralen Projektleitstands im LIT.

2000

Y2K – diese Angst vor dem Jahrtausendwechsel und den möglichen Folgen für Hard- und Software. Doch im Berliner Landesnetz blieb alles stabil. Außerdem beschäftigt sich eine kleine Gruppe von LIT-Mitarbeitern mit dem Thema “Electronic-Commerce” (eC).

1996

Start des Projektes „Berliner Landesnetz“ (BeLa). Dabei werden ein landeseigenes Glasfasernetz entwickelt, ein Hochgeschwindigkeitsnetz in der Fläche für die Datenkommunikation (Metropolitan Area Network) geschaffen, die Telekommunikationsanlagen (TKA) modernisiert und zeitgemäße Mehrwertdienste eingeführt.

1990

Nach der deutschen Wiedervereinigung soll Schritt für Schritt auch die Datenverarbeitung der beiden Stadtteile vereinigt werden. Die beiden Rechenzentren von Berlin Ost und Berlin West fusionieren zum Landesamt für Informationstechnik (LIT).

1986

In einem Leitfaden werden die Mindestanforderungen an Standardhardware festgelegt. Darin steht unter anderem:

Betriebssystem: MS-DOS Version 2.1

RAM-Kapazität: Maximum 512 KB Datenträger: Festplatte mit einer Kapazität von mindestens 10 MB

1976

Im Krankenhaus Spandau wird ein neues Rechenzentrum eingerichtet. Schon damals ist Datenschutz ein entscheidendes Thema. So schreibt die Berliner Morgenpost am 20. März 1976: “Es ist wohl leichter einen Tresor zu knacken, als unbewacht in die neunte Etage des Landesamtes für Elektronische Datenverarbeitung in der Berliner Straße zu kommen.”

1970

Nun wird die Erfassung durch Lochkarten endgültig auf Lochstreifen umgestellt. Die neueste Entwicklung der Datenerfassung ist jedoch die Beleglesung, sodass das LED für die Berliner Volkszählung den Belegleser IBM 1288 anschafft.

Neben den Mitarbeitenden für Verfahrensentwicklung und Programmierung arbeiten im LED Menschen in heute fast vergessenen IT-Berufen: zum Beispiel Locherinnnen und Tabellierer.

Interessant: Etwa 160,- DM beträgt die Monatsmiete für 100 Kilobyte Speicherkapazität. Das entspricht heute der Größe eines etwas umfangreicheren Word-Dokuments.

1969

Das Landesamt für Elektronische Datenverarbeitung (LED) wird gegründet.

1965

Die Berliner Verwaltung entscheidet sich für eine dezentralisierte Datenerfassung (Übertragung der Daten in maschinenlesbare Form) auf Lochstreifen. In der zentralen Datenverarbeitung bleibt die Lochkartenerfassung vorerst bestehen. Das Landesverwaltungsamt, das der Senatsverwaltung für Inneres untersteht, verfügt 1966 mit einer Kapazität von 28.000 Worten auf zwei Multiverarbeitungsanlagen über das größte Rechenzentrum Europas.

Highlights der Firmengeschichte

Highlights der Firmengeschichte