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Die virtuelle Poststelle kommt nach Berlin

Bundes- und Länderverwaltungen favorisieren den Einsatz der Virtuellen Poststelle (VPS) zur Sicherung der elektronischen Kommunikation mit den Funktionen Signatur und Verschlüsselung.

Die Virtuelle Poststelle basiert auf dem OSCI-Standard (Online Services Computer Interface), der von der Firma bremen online service (bos) zum Produkt Governikus weiterentwickelt wurde. Das Land Berlin hat sich vertraglich die Möglichkeit gesichert, das Produkt Governikus uneingeschränkt einsetzen zu können. Governikus dient dem sicheren elektronischen Austausch von Dokumenten im Intra- und Internet und ist von grundlegender Bedeutung für die E-Government-Entwicklung im Land Berlin. Datensicherheit, Datenschutz und Rechtsverbindlichkeit (Verschlüsselung, elektronische Signatur, Zeitstempel) werden durch den Einsatz der VPS gewährleistet. Einige Fachverfahren im Land Berlin setzen bereits Governikus ein, bei anderen ist der Einsatz geplant.

Das ITDZ Berlin stellt der ordentlichen Gerichtsbarkeit in einem Pilotprojekt das elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) auf der Grundlage von Governikus als Sicherheitsmiddleware zur Verfügung. Die Möglichkeit des elektronischen Rechtsverkehrs wird zum 1.1.2007 in Handelsregistersachen insbesondere zwischen Notaren, Wirtschaftsunternehmen, Verwaltungen und dem Amtsgericht Charlottenburg gegeben sein.

Das ITDZ Berlin wird der Berliner Verwaltung künftig Behördenpostfächer anbieten, die als Referats-, Abteilungs- oder Geschäftsbereichs-Postfächer nutzbar sind und der Sicherheit bei der elektronischen online-Kommunikation dienen. Als Werkzeug dient hierzu die Software Govello, die als virtueller Briefkasten verstanden werden kann. Govello ist eine Java-Applikation, die auch für die Bürger kostenlos über das Internet beziehbar ist. Die elektronische Kommunikation ist durch Ver- und Entschlüsselung sowie Protokollierung der gesendeten Daten gesichert. Der sichere Datenaustausch zwischen Bürgern, Wirtschaftsunternehmen und Verwaltungen ist damit gegeben und erfüllt durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung die Anforderungen der Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit. Behörden entsprechen mit dem Einsatz von Govello dem Verwaltungsverfahrensgesetz.

Über das IT-Dienstleistungszentrum Berlin

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist als Anstalt des öffentlichen Rechts ein eigenständiges Unternehmen und finanziert sich aus seiner eigenen Leistungserbringung. Seine Aufgaben umfassen die Unterstützung der Berliner Verwaltung beim Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik und die Bereitstellung umfassender IT-Dienstleistungen. Das ITDZ Berlin betreibt und vermarktet für Berlin das Hochsicherheitsrechenzentrum, das Landesnetz, das Druckzentrum sowie Dienstleistungen für die Beschaffung, Beratung sowie Projektierung von IT- und Telekommunikationsdiensten. Der Umsatz betrug 2004 insgesamt 91,48 Mill. Euro. Das ITDZ Berlin wird durch den Vorstand Herrn Dipl.-Ing. Konrad Kandziora vertreten.