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Online-Service aus einer Hand spart lange Wege

eGovernment: Senat setzt EU-Dienstleistungsrichtlinie um

Wer in Deutschland eine Dienstleistungstätigkeit aufnehmen will, muss heute bis zu 15 Verwaltungsstellen kontaktieren. Das soll anders werden. Künftig werden Informationen online durch eine zentrale Anlaufstelle gebündelt. Das bedeutet schneller Service aus einer Hand statt langer Wege - sowohl für Unternehmen als auch für die Berlinerinnen und Berliner. Mittels eines neuen elektronischen Systems sollen bereits Ende 2009 Dienstleistungsunternehmen aus dem In- und Ausland einfach online ausgewählte Anzeige- und Genehmigungsverfahren in der Hauptstadt vornehmen können. Der Einheitliche Ansprechpartner wird in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem ITDZ Berlin wurde die Telekom-Tochter T-Systems mit der technischen Umsetzung beauftragt.

Wirtschaftssenator Harald Wolf: "Zeit ist Geld: Unternehmen brauchen schnellen Service statt langer Wege. Daher bündeln wir Informationen online aus einer Hand, die per Mausklick abrufbar sind. Unternehmen finden Informationen zum Standort Berlin, Bürgerinnen und Bürger finden kompetente Antworten auf ihr Fragen. Als einheitlicher Ansprechpartner steht die Berliner Wirtschaftsverwaltung bereit. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zu Berlin, der Handwerkskammer Berlin, der Berlin Partner GmbH und dem DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg wollen wir Berlins Service-Qualität weiter steigern."

Zentraler Online-Zugang zu allen Anlaufstellen

Viele zuständige Stellen in verschiedenen Ämtern bedeuten schon für die in Berlin ansässigen Unternehmen einen erheblichen Aufwand. Für Gewerbetreibende aus anderen EU-Ländern sind sie zuweilen eine schier unüberwindliche Hürde. Um diese europaweit abzubauen, hat die Europäische Union die so genannte EU-Dienstleistungsrichtlinie beschlossen. Ihre Mindestanforderungen müssen alle Mitgliedstaaten bis Ende 2009 umsetzen. Dazu gehört in erster Linie die Einrichtung einer einheitlichen Anlaufstelle - des Einheitlichen Ansprechpartners -, die auf elektronischem Wege erreichbar sein muss.

Kostengünstige und flexibel erweiterbare technische Lösung

Für Berlin hat T-Systems eine Lösung entwickelt, die auf der in der Verwaltung bereits vorhandenen E-Government-Infrastruktur sowie einem umfangreichen Softwarepaket des ITDZ Berlin aufsetzt. "Die vorhandenen Lösungen werden ergänzt und durch die Programmierung von Schnittstellen miteinander verknüpft", erläutert Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin. "So müssen wir das Rad nicht neu erfinden, Berlin spart dadurch Kosten und Zeit", ergänzt Joachim A. Langmack, Mitglied der Geschäftsführung von T-Systems. "Außerdem lässt sich die Lösung später für weitere bürger- und unternehmerfreundliche Online-Dienstleistungen erweitern wie die Zulassung von Fahrzeugen oder das Anmelden einer Wohnung."

Leitprojekt der "ServiceStadt Berlin"

Der Berliner Senat hat bereits 2007 das Programm "ServiceStadt Berlin" zur Modernisierung der Verwaltung beschlossen. Deren Servicequalität wird der Senat in über 100 Projekten und Vorhaben weiter verbessern. Das Programm soll den Zugang zu den öffentlichen Dienstleistungen erleichtern, Verwaltungsprozesse vereinfachen und Hürden abbauen. Leitprojekte der Modernisierung in dieser Legislaturperiode sind fünf E-Government-Projekte: die elektronische Bereitstellung aller internetfähigen Dienstleistungen der Berliner Bürgerämter, die Weiterentwicklung des "Berlin-Telefons" zur zentralen Servicenummer 115, die Einrichtung des Einheitlichen Ansprechpartners und die elektronische Verfahrensabwicklung für EU-Dienstleister, die elektronische Melderegisterauskunft und die elektronische Baugenehmigung.

Über das ITDZ Berlin

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist zentraler IT-Dienstleister der Senatsverwaltungen, Bezirksämter und Eigenbetriebe der Hauptstadt und gehört zu den führenden kommunalen IT-Dienstleistern Deutschlands. Das Leistungsportfolio des ITDZ Berlin umfasst die Beratung und Unterstützung der Verwaltung bei IT-Projekten sowie bei der Beschaffung von IT- und Telekommunikationshardware und -diensten. Als Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) finanziert sich das ITDZ Berlin aus seiner eigenen Leistungserbringung. Das ITDZ Berlin wird durch den Vorstand, Dipl.-Ing. Konrad Kandziora, vertreten.

Über T-Systems

Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt T-Systems die Informations- und Kommunikationstechnik (engl. kurz ICT) für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen. Auf dieser Basis bietet die Großkundensparte der Deutschen Telekom integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Rund 46.000 Mitarbeiter verknüpfen Branchenkompetenz und ICT-Innovationen, um Kunden in aller Welt spürbaren Mehrwert für ihr Kerngeschäft zu schaffen. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte T-Systems einen Umsatz von rund 11 Milliarden Euro.