Neue BSI Zertifizierung für das ITDZ Berlin

09.07.2018

Als erstes und bislang einziges Unternehmen in Deutschland ist das ITDZ Berlin mit dem BSI-Zertifikat nach dem neuen ITGrundschutz zertifiziert worden.

Dienstleistungen Itsicherheit Chr 5316
Bild: ITDZ/ Petras

„In unseren Netzen und Rechenzentren werden die hochsensiblen Daten von mehreren Millionen Berlinerinnen und Berlinern verarbeitet. Das ist eine besondere Verantwortung, der wir uns seit vielen Jahren erfolgreich stellen. Deswegen ist die BSI-Zertifizierung nach neuem Standard nicht nur für unser Haus, sondern auch im Dienste des Landes Berlin von zentraler Bedeutung. Der hohe sicherheitstechnische Standard hilft uns, auch weiterhin eine sehr sichere IT für Berlin betreiben zu können“, sagt Ines Fiedler, Vorständin des ITDZ Berlin

Die Datenkommunikation der Berliner Verwaltung läuft
über Berlins Highspeed-Datenautobahn. Unterirdisch gelegen, über 1000 km
lang und mit über 600 erschlossenen Standorten, rauschen Berlins Bürgerdaten
durch die IT-Infrastruktur in die eigens betriebenen Rechenzentren des IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin). Die maximal mögliche Sicherheit
beim Datenverkehr herzustellen, liegt in alleiniger Verantwortung des kommunalen IT-Dienstleisters. Daher betreibt und erweitert das ITDZ Berlin seine beiden Rechenzentren stetig und hat sich zum wiederholten Mal den strengen Prüfkriterien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
unterzogen. Mit Erfolg: Als erstes und bislang einziges Unternehmen in Deutschland ist das ITDZ Berlin mit dem BSI-Zertifikat nach dem neuen IT-Grundschutz zertifiziert worden.

Neben den beiden Rechenzentren mit virtuellen (BerlinCloud) und physischen
Servern, wurden auch Arbeitsplatzrechner, Netz- und Securitykomponenten,
Datenspeicher sowie zentrale IKT-Dienste und Anwendungen betrachtet. Die
Prüfung umfasst neben der Technik insbesondere die Prozesse und Zuständigkeiten des Informationssicherheitsmanagements (ITSM) des ITDZ Berlin. Der überprüfte Sicherheitsstandard gilt auch für die Dienstleistungen und
Beschaffungen von Dritten und ist im Land Berlin verbindlich.

„Cyber-Sicherheit ist die Grundlage für das Vertrauen in die Dienstleistungen von Staat und Wirtschaft. Gerade Kommunen verarbeiten viele sensible Daten Ihrer Bürger, für die sie daher eine besondere Verantwortung tragen. Mit der Zertifizierung verpflichtet sich das ITDZ Berlin nun zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und jährlichen Überwachungsaudits. Wir freuen uns sehr, dass das ITDZ Berlin dieses wichtige Thema ernst nimmt und hier mit gutem Beispiel voran geht”, sagt Arne Schönbohm, Präsident des BSI

Eine beispielhafte Anwendung für die Zertifizierung des landeseigenen IT-Dienstleistungszentrums ist das von den PC-Arbeitsplätzen aller Abteilungen genutzte logistisch-kaufmännische Gesamtsystem, über welches alle kaufmännischen Prozesse abgewickelt werden. Ebenso wichtig sind die für den
Betrieb notwendigen Infrastrukturdienste, also Netzkomponenten, Server, Kommunikationsverbindungen und Arbeitsplätze.

Die BSI-Zertifizierung ist ein wesentlicher Baustein in der Strategie des ITDZ
Berlin, die Informationssicherheit weiter zu erhöhen. Dazu zählen unter anderem
auch die konsequente Virtualisierung von physikalischen Serversystemen von
über 110.000 Usern der Berliner Verwaltung, sowie die Umsetzung von Deutschlands größtem IT-Projekt zur Standardisierung und Konsolidierung von
Serversystemen. Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin weist in diesem Bereich
Erfahrungen auf, die bereits über ein Jahrzehnt zurückreichen.