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Bürgernähe von Dosenfleisch trennen

Täglich werden rund neun Millionen Spam-Mails an die Berliner Verwaltung geblockt

Behörden geben auf ihren Webseiten häufig E-Mail-Adressen preis, um dem Bürger eine Kontaktaufnahme zu erleichtern. Eine Bürgernähe mit Risiko, denn jede vollständig im Web veröffentlichte E-Mail-Adresse kann das Spam-Aufkommen erhöhen. Aktuelle Zahlen des IT-Dienstleistungszentrums Berlin (ITDZ Berlin) belegen: Allein an die Mitarbeiter der Berliner Verwaltung werden jeden Monat rund 300 Millionen Spam-Mails geschickt. Das sind über neun Millionen unterwünschte E-Mails jeden Tag und fast fünfzig Mal mehr als noch vor einem Jahr. Allein durch die steigende Anzahl bedroht Spam inzwischen auch geschäftskritische Prozesse in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen.

Bei den privaten Nutzern wurde deutlich, welche Auswirkungen die Steigerung des Spam-Aufkommens haben kann. Nach der Häufung von Spam-Mails im letzten Frühjahr versagten die Server einiger Provider den Dienst. Eingehende Mails brauchten Stunden oder sogar Tage, um das Postfach des Empfängers zu erreichen. Von dieser Entwicklung blieben die Bediensteten in den Behörden dank ihrer IT-Dienstleister bislang verschont. Trotz des erhöhten Aufkommens wurde der Mailverkehr wie gewohnt aufrecht erhalten.

Das ganze Ausmaß der Spam-Flut können die Verwaltungsmitarbeiter zudem nur erahnen. Die Spam-Filter des ITDZ Berlin blockieren rund 99 Prozent der unerwünschten Post an die Berliner Verwaltung bereits vor dem Mailserver. "Einen hundertprozentigen Schutz gegen Spam-Mails gibt es leider nicht, da zu restriktive Filter auch wichtige Mails blockieren würden", beschreibt Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin, das Dilemma der IT-Dienstleister.

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Grafik Geblockte Spam-Mails

Grafik 99 Prozent Spam

Warum Dosenfleisch?

SPAM ist ursprünglich ein Markenname für Dosenfleisch (SPiced hAM). Während der kriegesbedingten Rationierung war Spam eines der wenigen Nahrungsmittel, das in Amerika praktisch überall und unbeschränkt erhältlich war. Die Omnipräsenz dieses Dosenfleischs, ähnlich wie die unerwünschten Botschaften, förderten die Entwicklung des Begriffs. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang auch ein Sketch der britischen Comedyserie "Monty Python's Flying Circus": In einem Café besteht die Speisekarte ausschließlich aus Gerichten mit Spam, die "Spam" teilweise mehrfach hintereinander im Namen enthalten. Im Sketch wir das Wort "Spam" insgesamt knapp hundertmal erwähnt.

Über das ITDZ Berlin

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) finanziert sich als Anstalt des öffentlichen Rechts aus seiner eigenen Leistungserbringung. Es unterstützt die Berliner Verwaltung beim Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik. Neben dem Berliner Landesnetz stellt das ITDZ Berlin das Druckzentrum sowie Dienstleistungen für die Beschaffung, Beratung und Projektierung von IT- und Telekommunikationsdiensten zur Verfügung. Das ITDZ Berlin wird durch den Vorstand Dipl.-Ing. Konrad Kandziora vertreten.