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Harmonisierung der Fachverfahren des LABO durch das ITDZ Berlin


Das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) und das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) entwickelten im Rahmen des Projektes Harmonisierung der Verfahren des LABO (HarVe) eine gemeinsame Serverplattform für wichtige Fachverfahren des LABO. Im ersten Schritt wurden gestern die Verfahren Einwohnerwesen (Meso) und Zulassungswesen (ZWExpert) an das neue Serversystem angeschlossen.

Ziel von HarVe ist es, die Fachverfahren des LABO wirtschaftlicher, sicherer und einheitlicher zu betreiben. Das ITDZ speichert die Daten aus Meso und ZWExpert auf modernsten Datenbanken mit einer Speicherkapazität von bisher 600 Gigabyte, die zukünftig auf ein Terabyte aufgerüstet werden. Die Oracle-Datenbanken laufen auf einem so genannten Cluster, bei dem mehrere Unix-Rechner in einem System zusammengeschlossen sind. Für beide Verfahren kommen zwei Clustersysteme aus je drei Unix-Rechnern zum Einsatz. Hierbei liegt der Vorteil darin, dass bei Ausfall eines Rechners die Weiterarbeit sofort durch die beiden anderen Rechner gewährleistet wird. Somit ist eine 100%-ige Ausfallsicherheit gewährleistet. Alle Daten werden im ITDZ Berlin eigenen Hochsicherheitsrechenzentrum gespeichert. Neben den Datenbankservern werden weitere Server für die LABO-Verfahren im ITDZ Berlin betrieben. Für die Harmonisierung der Verfahren des LABO wird das leistungsstarke Metropolitan Area Network (MAN), die Datenautobahn des Landes Berlin, genutzt.

Insgesamt sollen vier Verfahren des LABO in das Clustersytem des ITDZ Berlin überführt werden: das Einwohnerwesen (Meso), das Zulassungswesen (ZWExpert), das Ausländerregister (AusReg) und das Führerscheinregister (FüReg). Im ersten Schritt wurde nun der Betrieb von Meso und ZWExpert auf die neue Serverplattform umgestellt.

Die veralteten Verfahren wurden durch moderne Standardsoftwareprodukte ersetzt. In einem 2. Schritt erfolgt im Laufe des 4. Quartals die Integration des Ausländerregisters (AusReg) in das neue System. Ein weiteres Verfahren, das Führerscheinregister (FüReg), wird 2006 auf die Serverplattform überführt.

Durch die Bündelung der technischen und personellen Ressourcen sowie der einheitlichen Datensicherung der Fachverfahren des LABO durch das ITDZ Berlin werden die Kosten optimiert. Außerdem werden mit der Zentralisierung des IT-Betriebes im ITDZ Berlin die Mitarbeiter des LABO entlastet und können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Der zentrale IT-Dienstleister der Berliner Verwaltung übernimmt die vollständige Verantwortung für die Speicherung der Daten der Verfahren und greift dabei auf sein langjähriges Know-how zurück. Das Projekt ist auf eine langfristige Zusammenarbeit zwischen dem ITDZ Berlin und dem LABO angelegt. Der erste Schritt, die Migration der Daten von Meso und ZWExpert in das neue System, ist ein wichtiges Ergebnis der erfolgreichen Partnerschaft.

Über das IT-Dienstleistungszentrum Berlin

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist als Anstalt des öffentlichen Rechts ein eigenständiges Unternehmen und finanziert sich aus seiner eigenen Leistungserbringung. Seine Aufgaben umfassen die Unterstützung der Berliner Verwaltung beim Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik und die Bereitstellung umfassender IT-Dienstleistungen. Das ITDZ Berlin betreibt und vermarktet für Berlin das Hochsicherheitsrechenzentrum, das Landesnetz, das Druckzentrum sowie Dienstleistungen für die Beschaffung, Beratung sowie Projektierung von IT- und Telekommunikationsdiensten. Der Umsatz betrug 2004 insgesamt 91,48 Mill. Euro. Das ITDZ Berlin wird durch den Vorstand (k) Herrn Dipl.-Ing. Konrad Kandziora vertreten.