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Stellungnahme zur Veröffentlichung der taz vom 13.4.2007

Service vom ITDZ Berlin: 365 Tage virenfreie, ausfallsichere IT-Infrastruktur für das Land Berlin

Unter der Überschrift: "Behörden programmieren ihr eigenes Chaos" veröffentlichte die tageszeitung am 13. April 2007 einen Beitrag, der den angeblich unzureichenden Schutz der Computernetze der öffentlichen Verwaltung gegen Viren thematisiert.

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) stellt in diesem Zusammenhang richtig, dass es in seiner Funktion als Betreiber der zentralen, informationstechnischen Infrastruktur die Verantwortung für die Einhaltung der notwendigen Sicherheit beim IT-Einsatz in der Berliner Verwaltung in vollem Umfang wahrnimmt.

Zu den Aufgaben des ITDZ Berlin gehört der Betrieb eines weitverzweigten, landeseigenen Sprach- und Datennetzes auf Glasfaserbasis für die Berliner Verwaltung (Berliner Landesnetz, kurz "BeLa" genannt). Durch das BeLa sind ca. 290 Behörden und Verwaltungseinrichtungen sowie 100 Standorte des universitären Bereichs über mehrere Kommunikationswege redundant, d. h. ausfallsicher angebunden.

Weiterhin betreibt das ITDZ Berlin ein hochsicheres Data Center. In diesem Data Center befindet sich der als "Grenznetz" bezeichnete, einzige Übergang des BeLa zum Internet, welcher aber mit einem Netzbetreiber auf Redundanz eingerichtet wurde. Das Grenznetz ist ebenfalls ausfallsicher ausgelegt und umfasst mehrstufige Sicherheitssysteme wie Firewalls, Virenscanner und Spamfilter. Diese Systeme, die regelmäßig erneuert, überwacht und aktualisiert werden, bieten ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für die dahinter befindliche, von der Berliner Verwaltung genutzte Informationstechnik.

Allein die zentralen Firewallsysteme des Grenznetzes überprüften im Jahr 2006 routinemäßig etwa 900 Millionen Ereignisse. Dazu kommen 26,6 Millionen Mails und mehrere Millionen Aufrufe von Webseiten, die auf Spam, Viren und andere Schadsoftware geprüft werden.

Die vorhandenen Fachaufgaben sind vielfältig und die Einordnung in "dienstliche" und "nicht-dienstliche" Internetzugriffe ist damit sehr unterschiedlich. Eine zentrale Blockierung des Zugriffs auf bestimmte Internetseiten (URL-Filter) mit dem Ziel der Unterbindung einer privaten Nutzung zentral für alle Behörden wäre daher nicht in wirtschaftlicher Weise realisierbar. Vor diesem Hintergrund bietet das ITDZ Berlin seinen Kunden umfassende Beratung und Unterstützung bei der Einführung solcher technischer Hilfsmittel, die geeignet sind, dem Problem auf dezentraler Ebene zu begegnen, wie z.B. Seiten-Blocker, Inhaltsfilter oder die Erteilung von Warnhinweisen beim Zugriff auf vermutlich "nicht-dienstliche" Seiten.

Weiterhin führt das ITDZ Berlin für IT-gestützte Verwaltungsverfahren der Berliner Behörden die im Grundschutzhandbuch des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik geforderten Schutzbedarfsanalysen durch und kontrolliert die Umsetzung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Neben den speziellen Sicherheitskonzepten solcher Verfahren gelten für die Berliner Behörden allgemein die "Richtlinien zur Gewährleistung der notwendigen Sicherheit beim IT-Einsatz in der Berliner Verwaltung" (IT-Sicherheitsrichtlinien) sowie die "IT-Standards der Verwaltung", deren Einhaltung durch das ITDZ Berlin in seinem Verantwortungsbereich ebenfalls gewährleistet wird.

Über das IT-Dienstleistungszentrum Berlin

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist als Anstalt des öffentlichen Rechts ein eigenständiges Unternehmen und finanziert sich aus seiner eigenen Leistungserbringung. Seine Aufgaben umfassen die Unterstützung der Berliner Verwaltung beim Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik und die Bereitstellung umfassender IT-Dienstleistungen. Das ITDZ Berlin betreibt und vermarktet für Berlin das Data-Center, das Landesnetz, das Druckzentrum sowie Dienstleistungen für die Beschaffung, Beratung sowie Projektierung von IT- und Telekommunikationsdiensten. Der Umsatz betrug 2006 insgesamt 93 Mio. Euro. Das ITDZ Berlin wird durch den Vorstand Herrn Dipl.-Ing. Konrad Kandziora vertreten.