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Geoinformationen zentral verfügbar

IT-Verfahren ATKIS auf der CeBIT freigeschaltet

Auf der CeBIT in Hannover hat heute am 3. März 2011 Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das IT-Fachverfahren ATKIS® aktiviert. Das neue Verfahren wurde am Messestand des IT-Dienstleistungszentrums Berlin (ITDZ Berlin) offiziell in Betrieb genommen und wird zukünftig der Verwaltung der Bundeshauptstadt Geoinformationen zentral zur Verfügung stellen. Geoinformationen werden bei Planungen, Analysen und Prognosen herangezogen und sind oft Grundlage von Verwaltungsentscheidungen. Das Amtliche Topographisch-Kartographische Informationssystem - kurz ATKIS® - ist eines von insgesamt drei Geo-Fachverfahren, deren Einführung unter der Bezeichnung "Projekt AAA" bundesweit forciert wird.

Schaffung eines bundesweit einheitlichen Datenmodells

Alle Bundesländer und Kommunen organisieren mit der Einführung der Verfahren AFIS® (Amtliches Festpunktinformationssystem), ALKIS® (Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem) und ATKIS® den Betrieb ihrer Geo-Fachverfahren neu. Damit soll ein bundesweit einheitliches Datenmodell geschaffen werden, mit dem die digital geführten räumlichen Informationen länderübergreifend verfügbar sind. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat in diesem Zusammenhang den Betrieb ihrer IT-Fachverfahren neu aufgestellt und setzt auf die zentrale Lösung beim ITDZ Berlin.

Zentrales Betriebsmodell erfolgreich umgesetzt

Der effiziente und verlässliche Betrieb der Fachverfahren ist die Voraussetzung für die Einbindung von Geoinformationen in das Verwaltungshandeln. Mit ihren großen Datenvolumina, speziellen Funktionalitäten zur Bearbeitung und Analyse von Geodaten sowie Visualierungstools stellen Geoverfahren besondere Anforderungen an die IT-Infrastruktur und deren Betrieb. Mit der zentralen, dynamischen Geo-IT-Infrastruktur übernimmt das ITDZ Berlin die Betriebsverantwortung in vollem Umfang.

An der erfolgreichen Umsetzung der zentralen IT-Lösung aktiv beteiligt waren die Partner Fujitsu Technology Solutions GmbH (Infrastruktur-, Beratungs- und Betriebsleistungen), die AED-SICAD AG (Bereitstellung der Geo-AAA-Fachapplikationen) und die Berliner grit GmbH (Beratungsleistungen Geoinformation). Dieses erste realisierte Projekt soll als Basis für den zentralen Betrieb weiterer Geoverfahren des Landes Berlin dienen und Verwaltung und Bürgern "Geoinformationen aus der Steckdose" bereitstellen. Ein Zeitplan für die weiteren Verfahren steht schon fest: AFIS® soll noch in 2011 und ALKIS® Ende 2012 Online gehen.

Über das ITDZ Berlin

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist zentraler IT-Dienstleister der Senatsverwaltungen, Bezirksämter und öffentlichen Einrichtungen der Hauptstadt und gehört zu den führenden kommunalen IT-Dienstleistern Deutschlands. Als Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) finanziert sich das ITDZ Berlin mit rund 480 Mitarbeitern aus seiner eigenen Leistungserbringung. Das ITDZ Berlin wird durch den Vorstand, Dipl.-Ing. Konrad Kandziora, vertreten.

Das Leistungsportfolio des ITDZ Berlin umfasst die Beratung und Unterstützung der Verwaltung bei IT-Projekten sowie bei der Beschaffung von IT- und Telekommunikationshardware und -diensten. Neben dem neuen Landesnetz, das eine integrierte Sprach- und Datenkommunikation ermöglicht, stellt das ITDZ Berlin der Berliner Verwaltung ein leistungsfähiges, energieeffizientes Data-Center (Rechenzentrum) sowie ein zentrales Druckzentrum zur Verfügung. Das ITDZ Berlin unterstützt die Hauptstadtverwaltung mit umweltgerechter IT-Infrastruktur und einem breiten Angebot an eGovernment-Diensten. Gemeinsam mit dem Land Berlin arbeitete das ITDZ Berlin an der Umsetzung der europäischen Dienstleistungsrichtlinie und realisiert den Pilotbetrieb der zentralen Behördenrufnummer 115.