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IT-Dienstleistungszentrum Berlin senkt Energieverbrauch um 27 Prozent

Klimaschutzvereinbarung mit Berliner Senat führt zu nachhaltiger Einsparung bei Energieverbrauch und CO2 bis 2015

Umweltsenatorin Katrin Lompscher und Konrad Kandziora, Vorstand des IT-Dienstleistungszentrums Berlin (ITDZ Berlin), haben heute eine Klimaschutzvereinbarung unterzeichnet. Danach verpflichtet sich das öffentliche Unternehmen seinen Energieverbrauch im Zeitraum 2010 bis 2015 um 27 Prozent zu senken. Das ITDZ Berlin wird in den nächsten sechs Jahren jährlich rund 2.070 Megawattstunden (MWh) Strom- und Wärmeenergie einsparen. Über die gesamte Laufzeit der Vereinbarung beträgt die Einsparung insgesamt über 12.420 MWh. Des Weiteren bietet das ITDZ Berlin den Berliner Verwaltungen an, durch Einsatz einer energieeffizienten IT-Ausstattung und -Infrastruktur bis zum Jahr 2015 jährlich bis zu 633 MWh einzusparen.

Diese Klimaschutzvereinbarung ist bereits die zehnte Vereinbarung des Senats mit Unternehmen und Dienstleistern in Berlin. Erklärtes Ziel ist es, die CO2-Emissionen im Land Berlin bis zum Jahr 2020 um mehr als 40 Prozent zu senken. Auf Basis einer Energieanalyse hat die Berliner Energieagentur (BEA) Einsparpotenziale für das hochsichere Data-Center (Rechenzentrum), das Druckzentrum und im Gebäudebereich ermittelt.

Umweltsenatorin Katrin Lompscher: "Nachhaltiger Klimaschutz am Dienstleistungsstandort Berlin ist in der stetig wachsenden IT-Branche nur mit mehr Energieeffizienz möglich. Die Klimaschutzvereinbarung mit dem ITDZ Berlin ist ein wichtiger Meilenstein für die Hauptstadt. Damit gewinnen wir einen starken Partner für die Berliner Klimaschutzziele."

Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin: "Das ITDZ Berlin unterstützt die klimapolitischen Ziele des Landes Berlin. Unsere wichtigsten Ziele sind die konsequente Einsparung natürlicher Ressourcen und Kostenreduzierung. Daher setzen wir zukünftig noch stärker auf Energieeffizienz, insbesondere in unserem Rechenzentrum."

Ulrich Freise, Vorsitzender des Verwaltungsrates des ITDZ Berlin, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Inneres und Sport: "Die Klimaschutzvereinbarung unterstreicht die strategische Ausrichtung des ITDZ Berlin als ökologisch orientiertes Unternehmen und innovativer Dienstleister für die Berliner Verwaltung. Auch in Zukunft wird das ITDZ Berlin auf einen bewussten Umgang mit Energieressourcen setzen und den Behörden des Landes entsprechende Angebote unterbreiten."

Weitreichende Maßnahmen zum Klimaschutz

Einen großen Teil seiner bisherigen CO2-Emissionen spart das ITDZ Berlin ab 2010 durch die Nutzung von Ökostrom durch den Rahmenvertrag des Landes Berlin. Mit der Klimaschutzvereinbarung verpflichtet sich das ITDZ Berlin weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und Energieeinsparung zu realisieren.

Das Data-Center verursacht derzeit noch rund 76 Prozent des Energie-verbrauchs des ITDZ Berlin. Durch den Einsatz von besonders effizienten Blade-Servern, mittels Servervirtualisierung und eine effektive Klimatisierung lässt sich der jährliche Stromverbrauch um rund 1.400 MWh reduzieren.

Eine energieeffiziente Ausrichtung des Druckzentrums wird den Stromverbrauch um rund 100 MWh pro Jahr zusätzlich senken. Weitere Einsparpotenziale bieten die Beschaffung energieeffizienter IT-Hardware für das Unternehmen selbst. Ebenso im Fokus sind die Modernisierung des Gebäudes und des Heizungssystems und die Umstellung des Fuhrparks auf emissionsarme Fahrzeuge.

Die BEA hat die Vereinbarung zwischen dem Land Berlin und dem ITDZ Berlin fachlich begleitet.

Über das ITDZ Berlin

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist zentraler IT-Dienstleister des Landes Berlin und gehört zu den führenden kommunalen IT-Dienstleistern Deutschlands. Als Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) finanziert sich das ITDZ Berlin mit seinen rund 450 Mitarbeitern aus seiner eigenen Leistungserbringung. Das ITDZ Berlin wird durch den Vorstand, Dipl.-Ing. Konrad Kandziora, vertreten.

Das Leistungsportfolio des ITDZ Berlin umfasst die Beratung und Unterstützung der Verwaltung bei IT-Projekten sowie bei der Beschaffung von IT- und Telekommunikationshardware und -diensten. Neben dem neuen Landesnetz, das eine integrierte Sprach- und Datenkommunikation ermöglicht, stellt das ITDZ Berlin der Berliner Verwaltung ein leistungsfähiges, energieeffizientes Data-Center (Rechenzentrum) sowie ein zentrales Druckzentrum zur Verfügung. Zurzeit unterstützt das ITDZ Berlin die Hauptstadtverwaltung bei der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie im Rahmen seines Projektes eGovernement-Suite sowie beim Pilotbetrieb der zentralen Behördenrufnummer 115.

Klimaschutzvereinbarungen des Landes Berlin

Wichtiges Element der Klimaschutzpolitik in Berlin ist es, Berliner Unternehmen und Verbände als aktive Klimaschutzpartner zu gewinnen. Bis jetzt hat Berlin mit folgenden Unternehmen und Verbänden Kooperationsverträge unterzeichnet: Berliner Bäder-Betriebe, Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), Berliner Klimabündnis, Berliner Stadtreinigung, Berliner Wasserbetriebe, GASAG, Öl-Effizienz-Initiative, Vattenfall Europe AG und Verband Berlin-Brandenburger Wohnungsunternehmen e. V.

Foto (Die Nutzung des Bildmaterials zu nicht kommerziellen Zwecken ist honorarfrei. 4 MB Download): Vertragsunterzeichnung zwischen Umweltsenatorin Katrin Lompscher und Konrad Kandziora am 9.12.2009 im ITDZ Berlin.