Im aktuellen Bericht zur Open Source Strategie für Berlin finden Sie einen Überblick über die Arbeit des Open Source Kompetenzzentrums in 2024.
Den Bericht im pdf-Format können Sie direkt hier herunterladen.
Die Open-Source-Strategie für Berlin (Drucksache 19/0480) vom August 2022 sieht sechs zentrale Punkte vor:
- Für Berlin und die digitale Verwaltung soll der Grundsatz „Public Money for Public Code“ gelten. Bei der Softwarebeschaffung soll der Senat sicherstellen, dass aktiv nach Open-Source-Alternativen gesucht wird. Speziell für die Verwaltung erarbeitete Software soll grundsätzlich unter freie Lizenzen gestellt werden. Förderprogramme des Landes Berlin für IT-Projekte sollen diesen Ansatz ebenso verfolgen.
- Ein grundsätzlicher Open-Source-Vorbehalt für alle Ausschreibungen und Vergaben von Software soll etabliert werden. Durch das Einbeziehen von Open-Source-Software wird nicht nur die Unabhängigkeit der gesamten IT-Landschaft sichergestellt, sondern auch herstellerspezifische Sicherheitslücken eingedämmt, Flexibilität garantiert und die
Konsumentensouveränität gestärkt. - Ein „Open Source BerlinPC“ soll entwickelt werden und als Referenz für alle entsprechenden Ausschreibungen dienen.
- Der Senat wird gebeten, den Stellenwert von innovativen Beschaffungsinstrumenten wie Innovationspartnerschaften und vorkommerzielle Auftragsvergaben abzuschätzen und zu beschreiben, ob und ggf. wie sie zur (Weiter-)Entwicklung von Produkten eingesetzt werden
können, bei denen erst mittel- und langfristig eine Marktreife erreicht werden kann. - Ein „Kompetenzzentrum Open-Source“ beim ITDZ soll eingerichtet werden, das die Verwaltungen bei Betrieb und Beschaffung von Open-Source-Software und -Lösungen unterstützt. Das ITDZ soll damit als zentrale Beratungsstelle für den Einsatz von Open-Source-Software fungieren.
- Die Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, Unternehmen und anderen Entwickler*innen von Open-Source-Software soll weiter gefördert werden. Hierzu soll der Austausch zwischen Verwaltungsmitarbeitenden mit Externen gefördert werden.
Die Weiterentwicklung der Strategie ist noch nicht abgeschlossen. Im aktuellen Bericht wird die Erstellung und Verabschiedung bis Dezember 2025 angestrebt.