Das ITDZ Berlin unterstützt bei der Hilfe für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

03.06.2022

Bild vom Registrierungszentrum in Tegel

In ganz Europa suchen Menschen Schutz vor dem Krieg in der Ukraine. Berlin ist dabei für viele ein rettender Zufluchtspunkt geworden. Aktuell erreichen täglich ca. 1.000 Menschen die Hauptstadt – zwischenzeitlich waren es bis zu 10.000. Sie alle benötigen vor allem eins: Schnelle und möglichst unbürokratische Hilfe.

Das ITDZ Berlin leistet in diesem Zusammenhang technische Unterstützung und stellt einmal mehr unter Beweis, dass das Haus in Krisenzeiten sehr schnell agiert. Das war gerade am Anfang, als die Zahl der ankommenden Geflüchteten extrem hoch war, unbedingt erforderlich. Auf das ITDZ Berlin kamen dabei mehrere, ganz unterschiedlich Anforderungen zu, auf die das Unternehmen durch die Ausrufung der „Lage Ukraine“ reagierte. Durch diese Maßnahme ist es möglich, Kräfte auf ein Themenfeld zu fokussieren und entsprechend rasch zu reagieren.

Service-Hotline
Eine der ersten Maßnahmen war der Aufbau einer Service-Hotline, bei denen Geflüchtete und Helfende die wichtigsten Informationen zu ihrem Aufenthalt in Erfahrung bringen können. Die Spezialistinnen und Spezialisten des ITDZ Berlin konnten die Hotline kurzfristig einrichten und Anfragen erst auf Englisch und Deutsch bedienen. Heute stehen die Agentinnen und Agenten sieben Tage die Woche in vier Sprachen (Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch) Rede und Antwort.

Aufbau von Einrichtungen
Ebenfalls sehr kurzfristig mussten verschiedene Unterstützungs-Einrichtungen aufgebaut werden. Das ITDZ Berlin hat in diesem Zusammenhang das Ankunftszentrum Reinickendorf, den Krisenstabsraum im Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) und mehrere Standorte im Registrierungszentrum auf und im ehemaligen Flughafen Tegel (inklusive eines Internetcafés für Geflüchtete) technisch ausgestattet. Die Mitarbeitenden des ITDZ Berlin haben dabei Technik beschafft, geliefert, konfiguriert und in enger Abstimmung mit den Einrichtungen des Landes aufgebaut. In kurzer Zeit wurden so– neben weiterer Technik – über 150 Arbeitsplätze inklusive PC, Drucker und weiterer Hardware installiert.

Digitaler Antrag
Auskunft erteilen, Registrierung vornehmen – das alles hilft bei den ersten Schritten. Für eine dauerhafte Lösung müssen Geflüchtete eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Dazu sollte schnell eine digitale Antragstellung ermöglicht werden, um in den zuständigen Einrichtungen zusätzliche hohe Belastungen zu vermeiden. Das ITDZ Berlin hat maßgeblich daran mitgearbeitet, den digitalen Antrag „Aufenthaltserlaubnis“ schnell auf den Weg zu bringen. Ein wichtiger Schritt, um Wartezeiten und Arbeitsschritte zu verkürzen, Überlastungen zu verhindern und Prozesse zu beschleunigen.

Online-Terminvergabe
Eine ebenfalls wichtige Unterstützung war die Einrichtung einer Online-Terminvergabe für Geflüchtete, an der das ITDZ Berlin beteiligt war. Durch sie haben Geflüchtete die Möglichkeit, Termin mit Behörden online zu vereinbaren. Dadurch konnte der Besucherandrang erheblich besser koordiniert werden, was zu einer Entlastung vor Ort führte.

Gemeinsam die Krise meistern
Um eine Herausforderung wie die Flüchtlingswelle aus der Ukraine bewältigen zu können, ist eine koordinierte Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Einrichtungen im Land unabdingbar. Für das ITDZ Berlin war es deswegen wichtig, sich eng und vertrauensvoll mit den Auftraggebern abzustimmen. Der IT-Dienstleister konnte so gewünschte Leistungen sehr kurzfristig erbringen. Die Rückmeldungen bestätigen den Erfolg der Anstrengungen in den zurückliegenden Wochen.

Das LAF stand plötzlich vor der Herausforderung, einen komplett stillgelegten Flughafen binnen weniger Tage umfassend mit IT, also Zugang zum Berliner Landesnetz, Ausstattung mit strukturierter Verkabelung und Aufbau verschiedenster Typen von Arbeitsplätzen – insgesamt mehr als 120 Stück – ohne die Sicherheit außer Acht zu lassen, zu ertüchtigen. Das ITDZ Berlin hat uns hier als unser Full-Service Dienstleister von der ersten Minute an professionell und unglaublich schnell unterstützt. Es wurden unmittelbar Abstimmungen auf allen Ebenen mit allen notwendigen Stakeholdern in die Wege geleitet, Vor-Ort-Begehungen durchgeführt und Entscheidungen getroffen. Das LAF wurde äußerst zielführend und kompetent beraten. Das ITDZ Berlin lieferte innerhalb kürzester Zeit die Technik und installierte diese, Computer wurden betankt und ausgerollt und das LAF direkt am Flughafen unterstützt. Dieses war ein wichtiger Baustein dafür, den geflüchteten Menschen aus der Ukraine an diesem neuen temporären Ankunftszentrum in Berlin helfen zu können. Das Land Berlin hat einmal mehr bewiesen, dass es seiner besonderen Rolle als Drehkreuz für ukrainische Kriegsgeflüchtete gerecht werden kann. Im Krisenfall ist Verlass auf die beteiligten Akteure der Berliner Landesverwaltung und den IT-Dienstleister der Landes Berlin, sagt Oliver Wassermann, Gruppenleiter für IT und Digitalisierung im LAF.