Umstellung der Lochkartenerfassung auf Lochstreifen. Die neueste Entwicklung der Datenerfassung ist die Beleglesung. Das LED beschafft für die Berliner Volkszählung den Belegleser IBM 1288.

Foto: Archiv - Lochstreifen
Für das Einwohnerwesen ist der dezentrale Einsatz von Fernschreibegeräten für den Dialogverkehr vom Ort der Datenermittlung in den Bezirksämtern zum Zentralcomputer vorgesehen. Der bisherige Transport von Datenträgern entfällt somit.
Im LED sind 226 Dienstkräfte mit folgenden Aufgaben tätig:
Die Monatsmiete für 100.000 Bytes Speicherkapazität beträgt 160,- DM.

Foto: Archiv - "Bit-Wumme" zur manuellen Bearbeitung von Lochstreifen
Die Datenverarbeitungsanlage des LED:
Im Geschäftsbereich Justiz soll eine juristische Datenbank aufgebaut werden. Sie soll Daten über geschriebenes Recht, Rechtsprechung und juristische Literatur enthalten.
Schnelldrucker drucken 36 000 Zeilen/h.
Allgemein wird der Mangel an ADV-Fachpersonal als Ursache für die unbefriedigende Ausnutzung des Leistungspotentials der DV-Anlagen angesehen. Es herrscht allgemeines Unbehagen über die Wirtschaftlichkeit der Datenverarbeitung. Das Ziel ihres Einsatzes ist die Rationalisierung, d. h. Kostensenkung und/oder Leistungs- und Informationsverbesserung. Methoden zur Wirtschaftlichkeitsberechnung wie z.B. Kosten/Nutzenanalysen werden diskutiert und deren Anwendung gefordert.
Am 1. März erfolgt die Einführung der Betriebsabrechnung.
Übernahme des Kraftverkehrsamt-Rechners Siemens 4004/45 mit dem Betriebssystem BS1000. Das Gerät hat einen Magnetkartenspeicher. Die Karten werden "eingeschossen".

Foto: Archiv - Siemens 4004/45
Anmietung einer Datenverarbeitungsanlage IBM 370/145 mit 0,25 MB Speicher (März).
Eine Zentraleinheit IBM System 370 Model 145 mit 256 KB kostet 5,3 Millionen DM, die monatlichen Wartungskosten betragen 10.566 DM. Eine Magnetplatteneinheit kommt auf 5,7 Millionen DM mit 18.096 DM monatlichen Wartungskosten. Das komplette System kostet rund 23,5 Millionen DM. Die Geräte werden meist angemietet.

Systemübersicht IBM System 370 Modell 145
Einführung "Besonderer Vertragsbedingungen" (BVB) für die Miete von Hard- und Software (15. Dezember).
Änderung der LED-Zielsetzung, Anlagen nur eines Herstellers zu benutzen. Statt dessen werden etwa gleichwertige Systeme von zwei konkurrierenden Firmen eingesetzt. Beschaffung zweier Datenverarbeitungsanlagen Siemens 4004/150 mit einem MB Speicher.
Die Datenverarbeitungsanlage IBM 360/30 wird "abgemietet".
Ein Plattenstapel mit 100 Millionen Bytes kostet 1.700 DM pro Monat. Der Zugriff auf ein Byte kostete 1970 noch das 13-fache. Es ist möglich geworden, Kleincomputer der sogenannten mittleren Datentechnik als leistungsfähige intelligente Terminals einzusetzen.
Im Abgeordnetenhaus von Berlin wird ein Konzept für eine Struktur- und Planungsdatenbank vorgelegt.
Allgemein werden prozessuale Planungsmethoden für die Entwicklung von DV-Projekten, insbesondere nach modularen Konzeptionen gefordert. Neue DV-Verfahren werden überwiegend mittels Projektgruppen entwickelt.
Entscheidungstabellengeneratoren werden getestet und eingeführt. Vertragsabschluss über den Ersatz der bisherigen Lochstreifen-Datenerfassung durch Magnetbanderfassung.

Foto: Archiv - Magnetplatten
Aufgrund eines Auftrags an die Unternehmensberatung ADV-Orga, die Organisation der EDV in Berlin zu untersuchen, wird das erste Organisationsgutachten vorgelegt.
Einführung der "Besonderen Vertragsbedingungen" für die Wartung und den Kauf von Hard- und Software (15. Juni).
Es wird eine weitere Datenverarbeitungsanlage IBM 370/145 mit 0,25 MB Speicher angemietet.