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Innovation durch Open Source: Berliner Verwaltung profitiert von offenem Betriebssystem

ProgrammcodeDie Umstellung auf Open Source in der Öffentlichen Verwaltung lohnt sich. Zu diesem Ergebnis kamen IT-Experten bei einer Linux-Veranstaltung für die Berliner Behörden, die unter dem Motto "Innovation durch Open Source" am 12. April 2007 im Roten Rathaus in Berlin stattfand. Open Source-Anwender berichteten aus der Praxis und diskutierten mit Mitarbeitern aus der Berliner Verwaltung interessante Aspekte wie z.B. die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit von Linux sowie die Motivation der Mitarbeiter bei der Umstellung.

Durch die Veranstaltung führte Frank Ronneburg, Niederlassungsleiter der Linux Information Systems AG in Berlin. Rainer Höpfner, IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin), informierte zu Fragen der Sicherheit. Die Berliner IT-Strategie war Thema des Vortrags von Dr. Ludwig Bohrer, Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Über den Einsatz von Linux im Auswärtigen Amt berichtete Torsten Werner, stellvertretender Leiter IT Strategie im Auswärtigen Amt.

Abgerundet wurde das Programm durch die Vorstellung der Arbeit der Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) durch Hendrik Lühmann vom Bundesministerium des Innern/KBSt, hier im speziellen der Migrationsleitfaden. Wolfgang Borgert, Entwickler im Debian-Projekt, informierte stellvertretend für die vielen Projekte im Open Source Software (OSS)-Bereich über das Debian-Projekt und stellte die Arbeit der Entwickler vor.

Die anschließende Podiumsdiskussion behandelte Themen wie die generellen Risiken bei der Migration zu Open Source und "menschliche" Aspekte. Natascha Zorn von CHANGE Management für Veränderung wies darauf hin, dass genau solche Aspekte im Migrationsprojekt durch eine begleitete Einführung mit der Methode des Change Management bereits frühzeitig und erfolgreich reduziert werden können. Die Teilnehmer stimmten überein, dass eine gut geplante Migration zu OSS und Linux für den Erfolg Ausschlag gebend und der Einsatz von OSS in vielen Bereichen sinnvoll sei. So konnte Rolf Schuster vom Auswärtigen Amt anhand aktueller Zahlen belegen, dass auch mit einem kleinen Budget von unter 1.000 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr eine hochmoderne, leistungsfähige IT aufgebaut werden könne, noch dazu mit einer weltweiten Infrastruktur und zufriedenen Nutzern.

Konrad Kandziora, Vorstand des IT-Dienstleistungszentrums Berlin, verwies auf viele bereits erfolgreich durchgeführte Migrationsprojekte im ITDZ Berlin in den letzten Jahren. Offene Standards sind in der Regel Teil der Ausschreibungen des ITDZ Berlin. Damit fördert das ITDZ Berlin den Berliner Mittelstand und betreibt eine aktive Wirtschaftsförderung in der Stadt. Udo Rienaß von der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport verwies auf bereits bestehende Beschlüsse in der Verwaltung, die den Einsatz von offenen Standards und offenen Schnittstellen vorgeben.

Mit fast 80 Teilnehmern war die Veranstaltung komplett ausgebucht. Ein Folgetermin ist in Planung. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Konrad Kandziora, Vorstand des IT-Dienstleistungszentrums Berlin und wurde von dem stuccona - netzwerk konzipiert und durchgeführt.