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IT-Systeme der Berliner Verwaltung laufen nach Ausfall wieder stabil

Hauptgebäude des ITDZ Berlin
IT-Systeme der Berliner Verwaltung laufen nach Ausfall wieder stabil

Die fast zwanzigminütige Unterbrechung der Stromversorgung im Hochsicherheitsrechenzentrum des ITDZ Berlin führte am Montag, den 29. Juli, zu einem umfassenden Ausfall im Rechenzentrum und somit der IT-Infrastruktur im Land Berlin. Verantwortlich für die Unterbrechung der Stromversorgung war, nach Auskunft des Unternehmens Vattenfall, ein technisches Versagen des Versorgungsnetzes. Betroffen waren unter anderem die Berliner Polizei, die Finanzverwaltung, die Gerichte und die öffentlichen Bibliotheken.

Die Kommunikation und IT-Verfahren der Berliner Verwaltung wurden vom ITDZ Berlin in großen Teilen bis zum folgenden Tag, 12 Uhr, wiederhergestellt. Seit Mittwoch, den 31. Juli, laufen die IT-Anwendungen im Land Berlin wieder stabil. Der zum Ausfall im Rechenzentrum führende Fehler konnte identifiziert werden. Hilfsaggregate, die bei der Notstromversorgung eine zentrale Rolle spielen, sprangen bei der Unterbrechung der Stromversorgung nicht an. Getestet und gewartet wurden die entsprechenden Bauteile zuletzt am 27. Juli 2013. Entgegen der ersten Annahme war nicht die Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) der Firma APC ursächlich für den Ausfall und funktionierte über den vertraglich garantierten Zeitraum hinaus.

Die zum Ausfall führende Situation wurde analysiert und am Freitag, den 2. August, im Data-Center reproduziert. Alle Bestandteile arbeiteten einwandfrei. Eine Optimierung der Wartung soll einen vergleichbaren Ausfall der Notfallmechanismen zukünftig ausschließen.

Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin: "Wir bedauern die durch den Ausfall entstandenen Probleme und ziehen interne Konsequenzen aus der Erfahrung der letzten Tage. Wir bitten jedoch auch um Verständnis, dass solche Szenarien beim Einsatz komplexer Technik trotz umfangreicher Vorsorgemaßnahmen eintreten können."